Gitarren Kuchen – eine Gibson zum Anbeißen!

„Achso das ist ein Kuchen?!“

… war der Kommentar meiner Schwester als ich das Foto der fertigen Torte in die Familien-Whatsapp-Gruppe gepostet habe. YES! Alles richtig gemacht wenn so eine Reaktion kommt. Also konnte ich den Kuchen beruhigt zum 30. Geburtstag meines Freundes mitbringen. :)

Es ist ja immer so eine Sache wenn man eine Überraschung plant und aufpassen muss dass es auch geheim bleibt. Wenn man die Überraschung aber für die Person plant, mit der man zusammen wohnt und dann auch noch vor hat einen ca. 1 Meter langen Gitarren-Kuchen zu backen, das ist das Schwierigkeitslevel komplett ausgereizt.
Naja, letztes Jahr habe ich es auch geschafft eine ganze Hausparty zu planen und geheim zu halten, da wird der Kuchen ja wohl auch möglich sein, dachte ich, und schmiedete einen idiotensicheren Plan.

Zuerstmal musste ich die Rechnung seiner neuen Gibson Gitarre finden um nach Detailbildern des Models im Internet zu suchen. Die Illusion des Gitarren-Kuchens sollte ja perfekt sein! Überraschenderweise habe ich relativ schnell das Dokument gefunden und mir hochauflösende Bilder des Gitarrenkopfes , des Halses und vom Korpus runtergeladen und mir jedes Detail aufgeschrieben das ich, am Besten „in essbar“, nachbasteln müsste (Übrigens 129 Teilchen an der Zahl). Alles was ich schon vorbereiten konnte habe ich 3 Tage vorher getan während er auf Arbeit war. Also das Formen und Schneiden der Dekorationen aus Fondant zum Beispiel. Um die silbernen Teilchen auch schön glitzernd hinzubekommen, habe ich übrigens grauen Fondant verwendet (ihr könnt dafür auch Weißen mit etwas schwarzer Lebensmittelfarbe einfärben) und die Teilchen anschließend mit Hilfe eines Pinsels und essbarem, silbernen Puder * eingestrichen.

Am Tag vor der Feier habe ich die Kuchen gebacken. Den Korpus habe ich auf Basis des Fotos mit einer absolut genialen Kuchenform geformt. Und zwar mit der „Free Bake“ von Silikomarkt. * Ich arbeite ja schon seit Jahren mit Silikomart zusammen aber dieses Produkt ist wirklich was einzigartiges und einfach nur sensationell! Im Ernst! Es handelt sich quasi um einen langen „Silikonschlauch“ der am unteren Rand mit Magneten versehen ist.

Dadurch könnt ihr auf eurem Backblech jede mögliche Form formen und darin einen Teig backen.

Nicht nur bei so „komplizierten“ Formen wie diesem Gitarrenkorpus einfach fantastisch, auch wenn ihr gerade eine Kuchenform mit einem bestimmten Durchmesser benötigt und diese gerade nicht da habt, könnt ihr mit der Free Bake* selbst euren Durchmesser bestimmen oder z.B. Herzen, Sterne oder ähnliches Formen und zwar ohne für jedes Muster eine eigene Backform zu kaufen. Die Magnete halten Bombenfest und es läuft aus der Form nichts aus. Wirklich genial!

Für den Hals und den Kopf habe ich den Teig in einer großen, rechteckigen Form gebacken und anschließend Stücke rausgeschnitten um die Form zu erhalten. Als Teig habe ich den Wunderkuchen gebacken und ca. 50 g Mehl mit 50 g Kakaopulver ersetzt um einen Schokokuchen rauszukriegen. Nachdem der Teig ausgekühlt war, habe ich ihn horizontal einmal durchgeschnitten um ihn später mit der Kinderschokoladen-Creme zu füllen.

Nachdem ich also alle Teile gebacken hatte, hat es natürlich herrlich nach leckerem Schokokuchen in der Wohnung gerochen. Die Person die von dem Kuchen nichts wissen durfte, würde in 1.5 Stunden zu Hause sein und bestimmt etwas wittern! Was macht man also? Sitzt 1,5 Stunden lang mit komplett offenen Fenstern und 5° C in Decken eingelümmelt auf der Couch und hofft dass der ganze Geruch verschwindet. Tatsächlich hat sich das etwas ausgedehnte Stoßlüften gelohnt und es lag nicht mehr ein Hauch Schokokuchen in der Luft ;-)

Am nächsten Tag war der Liebste zum Glück den ganzen Tag schon bei der Partylocation zum Aufbauen. Ich konnte leider nicht helfen weil ich  „meiner Mutter beim Streichen helfen musste“ ;-)

Zuerst habe ich die Füllung der Torte, meine liebste Kinderschokoladencreme gezaubert und die Tortenteile damit gefüllt. Nachdem alles nochmal für ca. 1 Stunde im Kühlschrank war (noch in Einzelteilen natürlich), habe ich die Kuchen, wie sie später aussehen sollten auf ein großes Brett gelegt und mit einer Schokoladenganache eingestrichen und auch die einzelnen Kuchenstücke dadurch miteinander “ verklebt“.

Nun ging es an die Dekoration. Der Korpus hat eine Schicht weißen Fondant erhalten. Als Fondant verwende ich seit neustem immer den Massa Ticino *. Nach mehreren verschiedenen Fondants habe ich festgestellt dass er einfach am Besten schmeckt und sich vor allem am leichtesten Weiterverarbeiten lässt. Er gehört zwar zu den preislich höheren Fondants aber glaubt mir – es lohnt sich!!
Da die Gitarre aber dunkelrot ist und eine Holzstruktur hat, habe ich den weißen Fondant noch eingestrichen. Dazu habe ich etwas klaren Wodka mit Lebensmittelfarbe (z.B. diese hier*) vermischt und dabei darauf geachtet dass es von der Intensität der Farbe etwas unregelmäßig bleibt um die Holzstruktur zu imitieren. Das Gute bei der Farbe mit dem Alkohol ist, dass der Alkohol mit der Zeit vertrocknet und den Fondant somit nicht durchweicht. Achtet trotzdem darauf nicht zu viel zu verwenden!

Den Hals habe ich mit mit dem Schokoladen Fondant von Massa Ticino* eingedeckt, und auch diesem habe ich mit Wodka und etwas Schwarz einen Holzigen Look verpasst.

Jetzt ging es darum die ganzen vorbereiteten Details und Dekorationen anzubringen. Ihr könnt diese entweder mit ganz wenig Wasser festkleben oder euch selbst einen „Zuckerkleber“ mischen. Das mache ich auch immer und geht ganz easy mit Wasser und CMC *. Dafür einfach 100 ml Wasser abkochen, in ein kleines Gefäß füllen, 1 TL CMC dazugeben, Deckel drauf, kräftig durchschütteln und am Besten über Nacht im Kühlschrank „ziehen“ lassen. Lasst euch von eventuellen Klümpchen am Anfang nicht verunsichern, die lösen sich auf !
Von diesem „Zuckerkleber“ nimmt man mit einem Pinsel ein ganz klein wenig und streicht es auf das Teil das man ankleben möchte und drückt es anschließend am Fondant fest. Nach ein paar Minuten hält es bombenfest ;-)

Voilà fertig war die Gitarrentorte!

Sie war ein echtes Highlight und hat super gut geschmeckt. Tatsächlich war es auch garnicht so schwer sie herzustellen. Man braucht nur etwas Geduld und Fingerspitzengefühl.
Was ich das nächste mal anders machen würde? Der Korpus ist mir im Verhältnis zum Hals etwas klein geworden, ich denke ich lege mir noch eine zweite „Free Bake“-Form * zu, um solche Formen noch größer gestalten zu können indem ich beide Formen zusammen verwende.

 

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Mit freundlicher Unterstützung von SILIKOMART <3.

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Sushi Donut Rezept & mein erstes YouTube Video!

YEY! Gestern habe ich mein erstes YouTube Video für euch gedreht und unglaublich süße sowie leckere Sushi Donuts für euch zubereitet.

Der Sushi Donut ist aktuell ein riesen Foodtrend aus Australien und ist im Endeffekt nichts anderes als eine riesige Sushi-Rolle in Donutform. Man kann die Donuts mit verschiedensten Füllungen versehen und den Belag ganz nach seinem Lieblings-Sushi-Geschmack auswählen.

Ich habe die Zubereitung der Sushi Donuts für euch ausprobiert und es ist tatsächlich garnicht so schwierig!

Also schaut doch mal bei meinem
YouTube Video vorbei und seht selbst :-)

Lasst mich wissen wenn es euch gefallen hat, ich würde mich wirklich sehr über Feedback eurerseits freuen! Wollt ihr mehr solche Videos sehen? Was hat euch gefehlt oder kann ich besser machen? Welche Themen interessieren euch oder welches Rezept würdet ihr gerne mal in Form eines Videos sehen? Lasst es mich wissen und ich versuche eure Wünsche umzusetzen.

 

An dieser Stelle nochmal vielen Dank an meinen Bruder Noah, der mich bei der Umsetzung des Videos unterstützt hat. Ohne ihn hätte es tatsächlich nicht geklappt …
Außerdem sei an dieser Stelle auch mal gesagt wie unglaublich glücklich ich über mein MacBook und iMovies bin, mit denen ich das Video geschnitten habe. Ok – ich habe dafür 6 Stunden gebraucht :D – aber es ist wirklich idiotensicher, man hat soviel Möglichkeiten die Videos aufzupeppen und alles funktioniert so schnell und einfach.
Da ich jetzt weiß wo ich klicken muss, ist das nächste Video sicher in 2 Stunden erledigt ;-)

 

Poke bowl oder doch Sushi Bowl? Egal – schmeckt super und ist gesund.

Poke bowl – was ist das denn jetzt schon wieder für ein neuer Trend?

Die Großstädter unter euch werden den farbenfrohen Bowls schonmal über den Weg gelaufen sein, denn in Berlin und München befinden sie sich schon auf dem Siegeszug und man kann sie an mehreren Orten finden.

Poke (eigentlich hawaiianisch und bedeutet so viel wie „in Stücke schneiden“) ist im Endeffekt ein roher Fischsalat und gilt in Hawaii schon als Nationalgericht. Nicht zu verwechseln mit dem peruanischem Chevice,  denn bei Poke wird keine Säure verwendet, wodurch der Fisch auch wirklich roh bleibt. Außerdem gesellt sich zur Poke Bowl noch etwas Sushi reis dazu, während es beim Chevice keine Kohlenhydratreiche Beilage gibt.
Vielleicht fragt ihr euch jetzt – zurecht: „ja und wo ist da jetzt der Unterschied zwischen einer Poke und einer Sushi Bowl?“ Ganz ehrlich … meiner Meinung nach sind die Gerichte fast identisch.

Im Wesentlichen handelt es sich bei den Zutaten um rohen Fisch, wahlweise noch Avocados und viele andere „Toppings“. Poke wird meistens auf warmem Sushi-Reis serviert, was ihn für mich schon wieder zur Sushi Bowl macht ;-)

Das Schöne, ihr könnt eure Toppings komplett nach eurem Geschmack aussuchen und z.B. Ingwer und Mango kombinieren oder Edamame, Kokoschips, Nüsse, Röstzwiebeln, Garnelen oder vieles mehr mit euren anderen Zutaten mischen.

Für 1 Poke Bowl – ganz nach meinem Geschmack – braucht ihr: 

– 50 – 70 g Sushi Reis,
– 1/2 Avocado
– 2 Surimi-Streifen
– 100 g Lachs (roh, Premium Qualität)
– 100 g Thunfisch (roh, Premium Qualität)
– 1 Frühlingszwiebel
– 2 Radieschen
– einige Edamame (gegart)
– Erdnüsse
– etwas Koriander

Für das Dressing:
– 2 EL Reisessig
– 2 TL Panela Zucker
– 2 EL Sesamöl
– etwas Salz & Pfeffer
– 1 TL Sesam

Die Zubereitung ist super easy …
… ihr könnt nicht viel falsch machen. Einfach den Sushireis nach Packungsanweisung zubereiten – Achtung noch kein Zucker und Essig dazugeben falls das auf der Packungsanweisung steht, diese Zutaten kommen durch das Dressing dazu.

Im Endeffekt könnt ihr eurer Kreativität jetzt freien Lauf lassen und die Zutaten nach Lust und Laune in Stücke oder Scheiben schneiden und schön auf dem Reis drapieren.
Für das Dressing einfach alle Zutaten in eine kleine Schüssel geben und miteinander vermengen. Das Dressing ganz zum Schluss über die gesamte Bowl verteilen.

Kleiner Tipp: was mir noch super dazu schmeckt und für alle die etwas mehr Würze brauchen: Teriyaki Sauce :-)

Oh wie ich diese Bowl liebe!!!

Alle die Sushi mögen, werden Poke lieben … im Endeffekt ist es ja nichts anderes als ganz viel Sushi-Füllung in einem Teller! ;-)
Das Gute – durch den Reis wird man schön satt, gleichzeitig ist es aber auch ein super gesundes Gericht. Denn der Fisch enthält die guten Omega-3-Fettsäuren und hochwertiges tierisches Eiweiß sowie wichtige Vitamine (z.B. Vitamin D – vor allem in Lachs) und Jod.

Für alle, die sich nicht so recht trauen die Poke Bowl mit rohem Fisch zuzubereiten, gibt es ganz viele Alternativen. Z.B. könnt ihr den Fisch einfach anbraten oder durch Tofu ersetzen falls ihr Veggies seid. Solltet ihr gerade mehr Lust auf Fleisch statt Fisch haben, macht sich selbstverständlich auch Hühnchen gut oder ihr bratet ein paar Rinderstreifen an. :-)

Ihr seht, es gibt so viele Möglichkeiten das Gericht zu genießen! Viel Spaß beim Kochen & bon appetit!

 

 

Baumkuchen-Parfait. Ein schnelles Weihnachtsdessert.

eigentlich sollte es ja ein vanillekipferl parfait werden …

… aber dann hatte ich keine Vanillekipferl mehr da. Stattdessen hat mich der Baumkuchen angelächelt der im Vorratsschrank stand. Da man dieses Parfait-Rezept aber wirklich gut mit allem möglichen zubereiten kann, dachte ich mir, dass es wohl auch der Baumkuchen anstatt der Vanillekipferl tut. ;-)

Denn neben Zucker, Wasser, Eigelb und Sahne – den Grundzutaten des Parfaits – gibt man 200 g der „geschmacksgebenden“ Komponente dazu. Zum Beispiel Vanillekipferl, Spekulatius, Lebkuchen oder eben Baumkuchen.

Was dieses mal aber tatsächlich anders in meinem Parfait war, war der Zucker den ich verwendet habe. Denn ich habe keinen normalen weißen Zucker hergenommen, sondern unraffinierten Rohrzucker.
Als ich vor ein paar Wochen auf der Messe Food & Life war, ist mir direkt das schöne Packaging von „DE CAÑA“ Panelazucker aufgefallen. Ich bin gleich mit der lieben Anna Elisabeth, der Gründerin von DE CAÑA in’s Gespräch gekommen und habe sie ein bisschen ausgefragt.
Sie ist in Deutschland geboren, hat aber kolumbianische Wurzeln und sich 2016 mit ihrer Firma selbstständig gemacht. Ihr Ziel ist es, das kolumbianische Kulturerbe zu bewahren, die Wirtschaft in dem Land zu unterstützen und den traditionellen, sowie gesunden Zucker als Alternative zum Industriezucker zu bekannt zu machen.

Wo liegt denn jetzt genau der Unterschied zwischen dem weißen Industriezucker und dem unbehandelten Panela Zucker?

Der Panela Zucker wird aus 100 % organisch gewachsenem Zuckerrohr aus den Kolumbianischen Anden hergestellt. Die Farmer fügen der Produktion keine Chemikalien bei und lassen den Zucker unraffiniert, sodass fast alle Vitamine und Mineralien erhalten bleiben. Der Panela Zucker lässt außerdem den Blutzucker nicht so schnell steigen und enthält unter anderem Zink, Calcium und viele weitere wertvolle Vitamine.
Weißer Industriezucker dagegen wurde mehrmals behandelt sodass von den „guten“ Inhaltsstoffen nichts mehr übrig ist.

Man verwendet den Zucker von DE CAÑA genauso wie industriellen Zucker, der Geschmack dagegen unterscheidet sich etwas, da der Panela Zucker einen karamelligen Geschmack mit sich bringt, was auf so manches Gebäck und Tee sowie Kaffee tolle Auswirkungen hat!
Übrigens kann man den Zucker auch für die Herstellung von Dressings hernehmen oder z.B. in heißem Wasser mit etwas Zitrone gegen eine Erkältung trinken.

Also – nicht nur das dieser Zucker super gesund sein soll, nein. Er soll auch noch super schmecken. Da bin ich natürlich neugierig geworden und habe gleich ein paar Päckchen mitgenommen. Denn als Dekoration in der Küche macht sich der Zucker auch ganz gut!;-)

Hier kommt also nun das Rezept für mein Baumkuchen-Parfait mit unraffiniertem Rohrzucker:

Baumkuchen Parfait Zutaten:

200 g Baumkuchen. 150 g Panela Zucker (gibt’s z.B. hier), 50 ml Wasser, 4 Eigelb, 500 ml Sahne, etwas Vanille

Zubereitung:

Den Baumkuchen zerbröseln, aber nicht zu fein. Ihr freut euch später, wenn ihr noch ein paar Schokostückchen von der Glasur rausschmeckt ;-)

Den Zucker mit dem Wasser ca. 3 Minuten zu einem Sirup einkochen. Das Eigelb solange schaumig schlagen und anschließend langsam den heißen Zuckersirup in einem dünnen Strahl darunter ziehen. Die Masse dann ungefähr 8 Minuten cremig aufschlagen.

In dieser Zeit könnt ihr die Sahne steif schlagen. Im Anschluss die Baumkuchenbrösel, etwas Vanillearoma oder das Mark aus 2 Vanilleschoten und Sahne auf die Eiercreme geben und vorsichtig unterziehen. Die Parfait-Masse in eine Form geben und mindestens über Nacht in den Tiefkühlschrank stellen. Ihr könnt entweder eine große Form hernehmen oder die Masse auf mehrere kleine aufteilen, sodass ihr gleich Dessert-Portionen habt. Solltet ihr keine Silikonform (*) verwenden, tut ihr euch leichter wenn ihr die Form vorher mit Frischhaltefolie auslegt. Dann löst sich das Parfait später besser aus der Form. Für mein Parfait habe ich die Sternchen von Silikomart (*) genommen. Die haben die perfekt Portionsgröße und passen auch noch super zu Weihnachten : )

Zum Parfait gab es noch Rotweinzwetschgen von der Mama und etwas Granatapfel. Hmmm eine wirklich tolle Kombination zu dem karamelligen Parfait!

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Schnelle Lebkuchen-Erdnussbutter-Cakepops.

Oh Tannenbaum, Oh Tannenbaum, wie gut schmecken deine blätter?!

Ihr braucht ein umkompliziertes, schnelles Rezept um leckere Weihnachts-Cakepops zu zaubern? Kein Problem. Ich habe vergangenes Wochenende mit nur 5 Zutaten leckere Cakepops „gebacken“. Wobei „backen“ hier tatsächlich etwas übertrieben ist.

Manchmal muss es fix gehen, deshalb habe ich es mir leicht gemacht und fertige Lebkuchen bei Aldi gekauft. Und zwar die Schokolebkuchen die mit Milchschokolade umhüllt sind und in Form von Sternen, Herzen und Brezeln daherkommen. Nachdem mein Spatz bereits 2 Lebkuchen vernascht hat, habe ich die restlichen (schätzungsweise noch 450 g) mit dem Gemüsehobel-Aufsatz meiner Küchenmaschine zerkrümelt.
Wer keine Küchenmaschine hat, kann das Gebäck auch fein mit der Hand zerkrümeln oder durch eine Käsereibe reiben.
Zu der zerkrümelten Lebkuchenmasse habe ich 2 EL Erdnussbutter mit Stücken (kann auch ohne Stückchen sein) und 3 EL Frischkäse gegeben und alles miteinander vermengt sodass eine feuchte, schön knetbare Masse entstanden ist.

Aus diesen Mengen bekommt ihr übrigens ca. 15 mittelgroße Cakepops.

Das Schöne an diesem „Rezept“ ist, dass ihr die Zutaten wirklich nach euren Vorlieben aussuchen könnt. Habt ihr z.B. einen Lieblingslebkuchen – nehmt doch den her. Wollt ihr anstatt Erdnussbutter lieber Mandelmus nehmen – tut das!
Wichtig ist, das ihr am Ende eine schmackhafte, schön formbare Masse habt.

Ich habe meine Masse ca. 1-1,5 cm dick ausgerollt und mit einem Plätzchen-Ausstecher in Tannenbaumform ausgestochen.
Die Tannenbäume habe ich alle auf ein großes Schneidebrett gegeben und für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank gestellt.

Damit aus euren Tannenbäumen jetzt auch Cakepops werden, braucht ihr Stäbchen. Ich bestelle mir immer gleich mehrere auf einmal (z.b. diese hier *), so habe ich welche auf Vorrat. Lasst ca. 50 g Schokolade schmelzen, tunkt dort ca. 1 cm tief das Ende des Stäbchens ein schiebt dieses wiederum vorsichtig von unten in euren gekühlten Tannenbaum. Versucht das Stäbchen ca. 2-3 cm tief im Kuchen „zu versenken“ damit ihr eine gute Stabilität habt.
Lasst die Kuchen mit den Stäbchen im Kühlschrank nochmal fest werden, das sorgt dafür das euer Kuchen und das Stäbchen sich fest miteinander verbinden und nichts abrutscht oder herunterfällt.

Um den Tannenbäumen jetzt ein schönes, sattes grün zu verpassen, kann man sie entweder in grüne Schokolade (Cake Melts) tauchen und auskühlen lassen oder ein Velvet-Spray hernehmen. Ich habe dieses hier (*) von Silikomart verwendet. Es handelt sich um ein Spray auf Kakao-butter Basis. Man kann damit gekühlte und tiefgefrorene Cremes und Kuchen sowie Schokolade besprühen und einen schönen Effekt erzielen und spart sich die ganze Arbeit mit der Schokolade ;-)
Damit die Kakaobutter in dem Spray schmilzt, einfach die Dose für ca. 5 Minuten in warmes Wasser legen. Die Dose anschließend aus dem Wasser holen, kräftig schütteln und aus ca., 20 cm Entfernung eure Cakepops damit ansprühen. Legt euch am Besten ein großes Stück Backpapier darunter, sonst ist eure ganze Küche grün!
Zum Trocknen stecke ich die Stäbchen immer in Steckmoos. dort halten sie am Besten.
Ihr könnt eure Cakepops nach Belieben dekorieren, ich habe mich für eine schlichte Variante entschieden, kleine Sternchen aus gelbem Fondant ausgestochen und diese mit einem Mini Kleks Schokolade an die Cakepops „geklebt“.

Fertig sind eure weihnachtlichen Cakepops. :-)
Übrigens könnt ihr nicht nur die Zutaten austauschen, selbstverständlich könnt ihr euch jede andere Form als Ausstecher hernehmen, Nur zu groß darf es nicht sein, damit es nicht vom Stäbchen rutscht.
Viel Spaß beim Nachbacken!

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Hot chocolate crazy shake.

Kennt ihr die sogenannten Crazy- oder Freakshakes?

Zucker und soviel Süßkram wie möglich – das ist das Ziel der überladenen Milchshakes die eigentlich kein Mensch trinken bzw. essen kann.
Ich selbst habe schon einen in Berlin und in New York probiert. Sie sehen atemberaubend aus – keine Frage – aber wirklich genießen kann man sie (meiner Meinung nach) nicht, so süß sind sie. Schade eigentlich, macht das üppig dekorierte Getränk doch für’s Auge ganz schön was her.

Aber nur weil ein Shake crazy aussieht, heißt es ja nicht gleich dass er crazy schmecken muss. Also habe ich mir an einem verschneiten Sonntag Nachmittag eine normale heiße Schokolade mit Kakao gemacht und ihr ein hübsches Kleid aus Schokolade, Marshmallows, Zimtsternen und Sahne angezogen.

 Damit euch der perfekte Crazy Shake gelingt, müsst ihr vorher das Glas vorbereiten.

Natürlich könnt ihr für euren Shake jedes beliebige Glas nehmen, der Klassiker ist aber ein amerikanisches „Jar“ , am Besten ein’s mit Griff. Ich habe damals die original „Mason Jars“ aus Canada mit nach Deutschland gebracht als es sie hier noch nicht gab. Das Glas auf dem Foto habe ich allerdings – man glaubt es kaum – in einem 1 € Laden für, ja, 1 € gekauft :D Super deal würde ich sagen …
Ihr findet solche schönen Gläser momentan eigentlich in jedem Deko Laden, ansonsten auch immer auf Amazon (z.B. hier)

Den oberen Rand des Glases könnt ihr entweder mit Nutella, Nougat oder geschmolzener Schokolade einstreichen. Dann sucht ihr euch aus was ihr an den Rand kleben wollt. Je nach Geschmacksrichtung kann es alles mögliche sein: Salzbrezeln, Smarties, Kokosflocken, Cookies, Streusel oder – in meinem Fall – Mini-Marshmallows, zerkrümelte Zuckerstange und Zimtsterne. Zuckerstangen findet man im Moment natürlich auch fast an jeder Ecke, allerdings finde ich sie mit 1 € pro Stück sehr teuer. Wer gleich etwas mehr braucht, auch um z.B. das Haus Weihnachtlich zu dekorieren oder für Geschenke, dem empfehle ich auch hier gleich ein paar mehr für einen günstigen Preis online zu kaufen (z.B. hier )
Damit alles schön fest wird, gebt ihr das Glas am Besten für mindestens 15 Minuten in den Kühlschrank.

Befüllen könnt ihr das Glas mit allem was euch schmeckt. Z.b. Milchshakes, heiße Schokolade, Eiskaffee, Irish Coffee oder oder oder. Ein Klecks Sahne oben drauf und etwas Dekoration, fertig ist euer Crazy Shake!

Lasst euch im Internet inspirieren, es gibt alle möglichen verrückten Variationen und es gilt ganz klar: Mehr ist mehr!

Ein Plätzchenklassiker zu Weihnachten: Zimtsterne.

Zu meinen Lieblings Weihnachtsplätzchen zählen unter anderem zimtsterne .

Deshalb mussten ganz klar auch dieses Jahr wieder welche gebacken werden. Ich hatte aber Lust auf etwas Anderes, auch ein bisschen Abwechslung und habe sie deshalb etwas abgeändert. Aus Zimtsternen wurden somit leckere Zimtflocken!

An dem Rezept habe ich nicht viel geändert, das ist ein Klassiker und bedarf nicht viel Anpassung. Stattdessen habe ich nicht nur Sterne ausgestochen, sondern auch eine etwas größere Blumenform. Um die Plätzchen etwas aufzupeppen, habe ich mit dem Tricot Dekor von Silikomart feine essbare Spitze in Form von Schneeflocken gemacht, und diese auf meine Zimtplätzchen gelegt.

Für ca. 30-40 Zimtsterne braucht ihr: 

500 g gemahlene Mandeln, 300 g Puderzucker, 2 EL Zimt, 2 Eiweiß, 2 EL Amaretto, 2 Eiweiß, 250g Puderzucker, 20 g Tricot Mix von Silikomart (z.B. hier bei Amazon*)

Zubereitung: 

Die Mandeln mit dem Puderzucker und dem Zimt in einer Schüssel vermengen. Anschließend 2 Eiweiß und 2 EL Amaretto dazugeben und so lange miteinander verrühren, bis eine homogene Masse entsteht die zwar feucht ist – aber gerade noch so trocken, dass ihr den Teig ohne Probleme ausrollen könnt.

Die Arbeitsfläche mit etwas Puderzucker bestäuben, den Teig ca. 1 cm dick ausrollen und mit euren Formen ausstechen und schonmal auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.

Sobald ihr alle Plätzchen ausgestochen habt, könnt ihr mit den 2 weiteren Eiweiß und dem Puderzucker die Glasur vorbereiten. Dafür die 2 Eiweiß aufschlagen und den Puderzucker unterrühren bis ihr eine Masse bekommt die in etwa eine Konsistenz hat, dass ihr sie noch verteilen könnt, verlaufen sollte sie allerdings nicht . Mit Hilfe eines Zahnstochers habe ich die Masse dann in die Ecken und Spitzen der Plätzchen verteilt. Da das mit dem Einstreichen der Plätzchen immer etwas dauert, könnt ihr vorher schon den Backofen auf 150 Grad Umluft vorheizen. Dort gebt ihr die eingestrichenen Plätzchen dann für ca. 10 Minuten rein und lasst sie anschließend auskühlen.

Für die essbare Spitze 20 g Tricot Mix mit 20 g Wasser verrühren und mit Hilfe eines kleinen Spatels in die dafür vorgesehene Silikonform streichen. Entweder über Nacht bei Raumtemperatur stehen lassen und am nächsten Tag vorsichtig aus der Form lösen oder, wer dafür zu ungeduldig ist, die Form für ca. 10 Minuten bei 150 Grad in den Backofen geben und anschließend die Schneeflocken aus der Silikonform nehmen. Die Rückseite der Tricot Decor Schneeflocken ganz leicht mit Wasser anfeuchten und auf die Zimtplätzchen „kleben“.

Voilà, fertig sind die Zimtflocken! <3

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Cappuccino-Kardamom-Pralinen.

Weihnachtliche Pralinen mit feinstem Kardamom aus Zanzibar.

Seit einiger Zeit fliegen bei mir schon Callebaut Callets (*) in der Geschmacksrichtung „Cappuccino“ in der Küche herum. Bisher hatte ich dafür keine Verwendung, als ich aber letztens meine Küche komplett aufgeräumt habe, habe ich beschlossen mich ihnen anzunehmen und daraus eine Ganache als Pralinenfüllung zu machen. Denn auch von den Zartbitter-Pralinenhohlkörpern hatte ich noch ein paar übrig.

Jedenfalls wollte ich noch ein bisschen Weihnachten mit reinbringen und habe als Gewürz Kardamom gewählt. Wir haben uns damals aus unserem Zanzibar Urlaub eine ganze Tüte mitgenommen ;-)  In der asiatischen und arabischen Küche gehört es beim Kochen wie Salz & Pfeffer dazu, in europäischen Ländern, vor allem in Deutschland wird es eher für Süßspeisen und vor allem an Weihnachten verwendet. Die Kombination mit Cappuccino schmeckt wirklich herrlich – ein kleiner Tipp zu dem Gewürz: Wenn es geht, kauft den Kardamom noch als Kapsel und mahlt ihn erst frisch vor der Anwendung. Wenn ihr ihn schon gemahlen kauft, kann es sein dass er schnell sein Aroma verliert.

Für ca. 30 Pralinen braucht ihr:

– ca. 30 Pralinen-Hohlkörper Zartbitter (z.B. hier *)
– 200 g Cappuccino Schokolade 200g (z.b. hier , die Beste von Callebaut *)
– 130 g Schlagsahne
– Kardamom nach Geschmack
– 100g Zartbitterschokolade zum Verschließen der Pralinen
– Goldstaub für die Dekoration (ich habe dieses hier*)
– etwas dunklen Kakao

Zubereitung:

Für die Ganache die Schokocallets in eine Schüssel geben. Die Schlagsahne aufkochen und über die Schokolade gießen. Ein paar Minuten stehen lassen und anschließend umrühren, bis eine schöne Ganache entsteht. Mit Kardamom abschmecken (lieber mit etwas weniger beginnen – nachwürzen kann man dann immer noch!). Anschließend die abgeschmeckte Ganache in einen Spritzbeutel füllen und in die Hohlkörper spritzen. Währenddessen die 100 g Schokolade langsam zum schmelzen bringen, ebenfalls in einen Spritzbeutel füllen und die Pralinen, nachdem ihr sie mit der Cappuccino-Ganache gefüllt habt, mit der Zartbitterschokolade verschließen. Danach alles komplett auskühlen lassen.

Nach dem Abkühlen könnt ihr euren Backkakao in eine Schüssel geben und die Pralinen darin wenden. Abschließend mit Hilfe eines Pinsels etwas Goldstaub auf die Pralinen pudern.

Voilà, fertig sind die kleinen Sünden.

Perfekt für den Genuss für Zwischendurch, als Mitbringsel oder als Geschenk für die Liebsten.

Übrigens, kleiner Tipp: 
Ich bestelle meine Hohlkörper immer vom Pativersand (z.B. diese hier * ), denn die sind tatsächlich unschlagbar im Preis-/Leistungsverhältnis. Für knapp 6 € bekommt ihr schon 63 Hohlkörper!

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Aus der Weihnachtsbäckerei: Chai Lebkuchen

Auf los geht’s los! die Weihnachtsbäckerei hat begonnen und ich Starte den Marathon mit super aromatischen Chai Lebkuchen.

So langsam kann man es ja nicht mehr abstreiten … die ersten Schneeflocken sind schon vom Himmel gefallen und die Temperaturen sind drastisch gesunken. Ja – die Weihnachtszeit hat begonnen und in wenigen Tagen ist Heiligabend.

Zeit wird’s also die Plätzchenparade zu starten und mit dem Backen anzufangen! Wie wahrscheinlich jeder andere, habe auch ich meine bewährten Lieblingsrezepte; dieses Jahr wollte ich aber gerne ein wenig experimentieren und neues ausprobieren.

Vor Jahren schon, hat mir meine Mutter eine Original Lebkuchenglocke (*) geschenkt. Nie hatte ich Zeit sie auszuprobieren. Vielleicht hatte ich aber auch Angst vor dem Aufwand den Lebkuchen mit sich bringen sollen?. Allerdings hat sich herausgestellt, dass die Lebkuchenglocke (*) wirklich ein super Tool ist, was das Lebkuchen backen erheblich erleichtert! Ich habe nach einem Standard-Rezept für Elisen-Lebkuchen gesucht und habe es nach meinem Geschmack angepasst und z.B. weniger Orangeat reingemacht, dafür aber Kokosflocken und Chai-Pulver (*) mit dazu gemischt.

Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Die Lebkuchen schmecken herrlich weihnachtlich!

Für ca. 30 Lebkuchen mit 7 cm Durchmesser braucht ihr: 

5 Eier, 400 g gemahlene Haselnüsse, 100 g Kokosflocken, 300 g Rohrzucker, 50 g Orangeat (fein gehackt), 1 Päckchen Lebkuchengewürz, 3 EL Zimt, 200 g Vanille Chai Latte Pulver (z.b. von David Rio, gibt’s hier(*)), 1 MSP Hirschhornsalz, Schale von 1 Bio-Zitrone, 30 Oblaten mit 7cm Durchmesser, 100 g Puderzucker, 200 g Schokolade

Zubereitung Chai Lebkuchen

Für den Teig einfach alle Zutaten, bis auf den Puderzucker und die Schokolade, in eine Schüssel geben und miteinander vermischen bis ein homogener, klebriger Teig entsteht. Diesen mindestens 1 Stunde ruhen lassen, wenn es geht auch über Nacht.

Um den Teig schön gleichmäßig auf die Oblate zu bekommen, ist die Lebkuchenglocke wirklich eine mega Unterstützung! Ihr könnt sie z.B. hier (*) bei Amazon kaufen. Ihr gebt dort den Teig rein und streicht ihn glatt sodass ihr eine Oblate daraufsetzen und leicht andrücken könnt.  Ihr könnt jetzt euren Backofen schonmal auf 150 Grad Umluft vorheizen … Jetzt dreht ihr die Glocke um und dreht sie über eurem Backblech, bis sich der Teig löst und der Lebkuchen „rausfällt“. Damit die Lebkuchen eine schönere Form bekommen, könnt ihr euren Finger mit Wasser leicht anfeuchten, und den Teig zum Rand gleichmäßig runterdrücken. Die Lebkuchen kommen für ca. 30-40 Minuten in den Backofen.
Sie dürfen nicht ganz durchgebacken sein, sonst werden sie steinhart.

Nachdem die Lebkuchen vollständig abgekühlt sind, könnt ihr euch an den Guss und die Dekoration machen. Für einen Zuckerguss einfach die 100 g Puderzucker mit ein wenig Wasser vermischen, bis eine dickflüssige Konsistenz entsteht und den Lebkuchen dort eintunken. Den Gussdann abtropfen lassen und den Lebkuchen trocknen lassen, Wenn ihr möchtet, könnt ihr auf den feuchten Guss z.B noch ein paar Mandelblätter als Dekoration geben.
Bei einem Guss aus Schokolade, lasst ihr die Schokolade einfach langsam schmelzen und verfahrt genauso wie beim Zuckerguss.

Es kann sein, dass die Lebkuchen etwas hart werden. Lagert sie einfach in einer Keksdose und legt noch einen aufgeschnittenen Apfel dazu, Nach 2-4 Tagen dürften die Lebkuchen wieder etwas aufgeweicht sein :-)

Tatsächlich ist es also ziemlich einfach so leckere und perfekte Lebkuchen hinzubekommen … wer hätte es gedacht? Ich nehme sie ab jetzt auf jeden Fall fest ins Programm auf. Nächstes Jahr vielleicht mit Marzipan oder etwas Frucht?! Wie mögt ihr eure Lebkuchen am liebsten und wie macht ihr sie wenn ihr keine Lebkuchenglocke zur Hand habt?

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Aus der Reihe „Fingerfood“: Feta-Spinat-Röllchen mit Jogurt-Dipp

Blätterteig- und Käsestangen als Partysnack?

Meiner Meinung nach mittlerweile out. Nicht nur, dass das Zeug furchtbar fettig und ungesund ist, mal ehrlich – so wirklich lecker waren diese Stangen doch noch nie, oder?

Gut, dass es super Alternativen gibt die man ganz schnell selbst zubereiten kann! Wie z.B. Filoteig-Röllchen gefüllt mit Spinat und Fetakäse. Die sind super zum dippen in Jogurt oder Sour Cream. Wahnsinnig lecker, leicht in der Zubereitung und Gesund! Naja, zumindest gesünder als die fettigen Blätterteig-Stangen ;-) In dem Buch „100 Fingerfoods“ bin ich auf das Rezept gestoßen und musste es direkt ausprobieren weil mir bei dem Foto in dem Buch direkt das Wasser im Mund zusammen gelaufen ist!

Für ca. 6 lange Rollen (12 kleine Rollen) braucht ihr:
1 Packung Filoteig (12 Blätter), 350 g Spinat, 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, Olivenöl, 200 g Fetakäse, Salz, Pfeffer, 100 g Butter (zerlassen),  1 Ei,  etwas Sesam (weiß oder Schwarz nach Geschmack)

Und so bereitet ihr die  Röllchen zu:
Den Backofen anfangs direkt vorheizen lassen (Umluft 180°, Ober- und Unterhitze 200°). Die Zwiebel in kleine Stücke schneiden, den Knoblauch pressen und zusammen mit dem Spinat  und etwas Olivenöl in einer Pfanne braten. Den Feta in die Pfanne bröckeln und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Jetzt vorsichtig 6 Blätter Filoteig auslegen und mit reichlich zerlassener Butter bestreichen. Auf jedes Blatt ein weiteres legen und wieder mit Butter bestreichen bis nichts mehr über ist :-) Dadurch werden die Rollen schön knusprig und saftig!
Die Spinatmischung jeweils in einem Strang an der einen Schmalseite des Filoteigs entlang platzieren. Die Blätter anschließend wie eine Biskuitrolle eng zusammenrollen und die Oberseite mit einem verquirltem Ei bestreichen und mit Sesamöl bestreuen.

Die Rollen auf mittlerer Schiene ca. 10 Minuten goldbraun backen.

Selbstverständlich könnt ihr die Filoteigrollen gleich verspeisen, ich wollte gerne noch etwas frisches dazu und habe einen Jogurt mit Petersilie zum Dippen dazugestellt. Ich kann mir allerdings auch gut eine Sourcream vorstellen oder einfach einen frischen Salat dazu!

Weddingcake-Season-Closing. Ein gebührender Abschied aus der Hochzeitssaison 2017.

Bye Bye
Wedding
season 2017.

Vergangenes Wochenende war es soweit – die letzte Hochzeitstorte für 2017 wurde ausgeliefert. Und
wieder mal war es … Trommelwirbel … JUHU, Ein Naked Cake!

Heller Biskuit, weiße Schichten, Schokoladen-Rum Füllung,
Erdbeer-Mascarpone-Creme und Mango-Maracuja Buttercreme. Ein paar frische Beeren, schöne
Blumen und etwas Kreativität –
fertig ist die Hochzeitstorte!

Als Teig habe ich wieder meinen Lieblingsbiskuit verwendet (Rezept hier). Für die Schokoladen-Rum Füllung habe ich eine Ganache aus dunkler Schokolade gemacht und einen Schuss Rum dazu gegeben, sowie die Böden etwas getränkt um „den Schwips“ etwas zu intensivieren ;-) Für die Erdbeerfüllung bin ich bei meiner klassischen Erdbeercreme geblieben (Rezept hier) und habe bei der Mango-Maracuja Creme etwas experimentiert.

Für eine Torte mit ca. 20 cm Durchmesser braucht ihr für die Mango
Maracuja Buttercreme folgende Zutaten:

1 große, reife Mango, 2 Maracujas, 110 ml Maracujasaft, 20 g Speisestärke,
120 g Butter, 50 g Puderzucker

Zubereitung:
Die Butter aus dem Kühlschrank holen und mindestens 1 Stunde auf
Zimmertemperatur kommen lassen.
Die Mango schälen und das Fruchtfleisch pürieren. 130 g des Fruchtfleisches mit dem Maracuja-Saft und dem Saft von 1 frischen Maracuja mit 20 g
Speisestärke gut verrühren und aufkochen. Sobald der Fruchtpudding etwas dick wird, in eine Schüssel füllen, mit Frischhaltefolie abdecken und
abkühlen lassen.
Sobald der Pudding abgekühlt ist, die 120 g Butter mit 50 g Puderzucker solange aufschlagen bis ihr eine helle, luftige Masse bekommt, Anschließend langsam den Mango-Maracuja Pudding dazugeben und miteinander
vermengen bis eine homogene, luftige Masse entsteht. Fertig :-)

Den Saft der zweiten Maracuja zu dem übrig gebliebenem Mango Püree geben und vor dem Verteilen der Buttercreme auf den Kuchenschichten dünn auf dem Tortenboden verteilen. So ist der Boden mit einem leckeren, frischen Mango-Maracuja Geschmack getränkt und die Buttercreme sorgt für eine stabile Füllung.

***

Das tolle an der Frucht-Buttercreme ist, das man den Pudding, wie oben mit der Mango beschrieben, eigentlich mit jeder beliebigen Frucht machen, und so den Geschmack abändern kann. Man muss nur ein bisschen mit der Intensität und der Süße experimentieren.

Kaum zu glauben dass die Saison 2017 schon wieder vorbei ist. Vielen Dank an alle Hochzeitspaare für das mir entgegen gebrachte Vertrauen.

Jedes mal wieder merke ich, was für eine Freude es mir macht die Torten herzustellen, die Cremes zu teste und neue Geschmacksrichtungen auszuprobieren. Trotzdem musste ich auch bei dieser Torte wieder feststellen, dass mir die Dekoration einfach am meisten Spaß macht. Zu überlegen wo ich welche Blüte und welche Himbeere verteile oder hineinstecke – das ist für mich pure Entspannung und Glückseligkeit!

Eine Hochzeitstorte reist durch Bayern

Wow, das war eine Herausforderung!

Ich war glücklich und stolz, als ich eine Anfrage für eine Hochzeitstorte aus München bekommen habe und die Braut sogar die Fahrtkosten bezahlen wollte, da ich ja Anfang des Jahres nach Franken gezogen bin. Wow – aber die Braut wollte gerne mich für Ihre Torte haben. Ein schönes Gefühl!

Ein 4-stöckiger Semi Naked Cake mit schlichter Dekoration aus Grünzeug und weißen Blumen sollte es sein. Alles kein Problem – über die Fahrt und den Transport musste ich mir erst Gedanken machen, habe dann aber doch schnell zugesagt.

Wieso tut man sich so etwas an? Den Stress – die Angst das etwas schief gehen könnte? Tja, ich denke ganz einfach weil ich liebe was ich tue! Und weil einen der Respekt vor einer Aufgabe nicht dazu bringen sollte sie garnicht zu tun. Ganz im Gegenteil – denn es kann am Ende ja auch alles gut werden – wie in diesem Fall! Und man wächst daran …
Umso glücklicher bin ich dass ich die 400 km gut hinter mich gebracht habe, die Torte heil angekommen ist und die Braut happy war!

Wie man wohl eine 4-stöckige Torte 200 km weit ohne Probleme transportiert?

Eigentlich nicht großartig anders als bei einem 10 km Transport, nur dass man etwas mehr Ausdauer mitbringen muss ;-)

Da ich Torte zwar immer mit Stäben und Zwischenböden stabilisiere, habe ich trotzdem beschlossen 2 x 2 Stöcke getrennt zu transportieren und erst vor Ort zusammen zu setzen. Denn immerhin wiegt eine komplette 4-stöckige Torte zusammen ca. 15 kg. Sprich 1. und 2. Stock bereits gestapelt und davon getrennt nochmal der 3. und 4. Stock bereits gestapelt. Die 2 Teile der Torte habe ich auf Cakeboards gesetzt, und diese wiederum auf Rutschfeste Matten in einen Karton gelegt.
Die Dekoration und die Blumenarrangements habe ich weitestgehend zu Hause schon fertig gemacht und in einem kleinen Glas mit Wasser transportiert damit sie schön frisch bleiben. Außerdem habe ich noch etwas Buttercreme und einen Kuchenspachtel mitgenommen um Unebenheiten auszugleichen. Ein paar Lose Blumen und Grünzeug sollte man auch immer noch dabei haben, um kurzfristig noch etwas austauschen oder erweitern zu können.

Tatsächlich ist so eine lange Fahrt mit einer Torte, dadurch dass der Großteil der Strecke auf der Autobahn liegt, recht angenehm. Denn es geht ja nur geradeaus und Autobahnen sind in der Regel in einem besseren Zustand als die meisten Landstraßen, sodass man keine Angst vor Schlaglöchern oder anderen Überraschungen haben muss. Ich liebe lange Autofahrten – vor allem wenn ich alleine bin – denn dann habe ich Zeit einfach nur Musik zu hören und lauthals mitzusingen ohne das sich jemand daran stört ;-)
Einzig anstrengend an einer so langen Fahrt ist, dass die Torte sich ja 2 Stunden außerhalb des Kühlschranks befindet – ein Risiko für jede Sahnefüllung und Buttercreme. Was tut man also? Dicken Pullover und Schal anziehen und die Klimaanlage bis zum Anschlag, volle pulle auf Eiskalt stellen und durchhalten! Aber auch das ist schnell vergessen wenn man anschließend das fertige Ergebnis der Torte sieht.

Achja, ein positiver Nebeneffekt wenn man eine Torte zum Feringasee fahren „muss“ … man kann anschließend noch in Ruhe einen Kaffee mit Blick auf den See trinken und sich dann wieder gemütlich – bei normalen Temperaturen – auf den Heimweg machen : )

Was ich also jedem Raten kann? Traut euch an Aufgaben ran vor
denen ihr Angst oder großen Respekt habt, denn nur wenn ihr es versucht habt, könnt ihr im Nachhinein sagen ob ihr es tatsächlich (nicht) könnt! ;-)